
Während eines gewöhnlichen Waldspaziergangs sah ich seltsame gelbe „Pilze“ – ich ging näher heran und erkannte, dass es etwas ganz anderes war. Das veränderte meinen Tag… und auch mich
Waldspaziergänge gehören inzwischen zu meinem Alltag. Wenn ich freie Zeit habe, schnappe ich mir meinen Rucksack und gehe bekannte Pfade entlang. Das hilft mir, mich zu entspannen und meine Gedanken zu ordnen. Doch dieser eine Spaziergang war anders als alle anderen.
An jenem Morgen war es ruhig und kühl. Der Wald roch nach Laub und Erde, alles war wie immer… bis ich etwas Merkwürdiges sah. Direkt neben dem Weg lag ein Haufen gelber, runder Objekte.

Sie fielen sofort auf dem Waldboden zwischen den Blättern ins Auge.
Zuerst dachte ich, es seien Pilze. So ungewöhnlich und leuchtend – vielleicht sogar selten.
Oder vielleicht hatte jemand Spielzeug verloren. Aus reiner Neugier ging ich näher heran.
Aber nach ein paar Schritten bemerkte ich, dass sie sich bewegten.
Die gelben „Pilze“ waren lebendig. Und sie piepsten.

Vor mir auf dem Boden lagen winzige, gerade geschlüpfte Küken. Sie drängten sich aneinander, zitterten vor Kälte und gaben leise, klagende Laute von sich. Einige waren noch nicht ganz aus der Schale geschlüpft.
Der Anblick war so unerwartet, dass ich für einen Moment wie erstarrt war.
Offensichtlich hatte jemand sie absichtlich dort im Wald ausgesetzt.
Ohne zu zögern rief ich ein Tierheim an. Zum Glück kam die Hilfe schnell. Gemeinsam sammelten wir die Küken vorsichtig ein. Viele lebten noch und wurden sofort an einen warmen Ort gebracht, um sich zu erholen.

Später sagten mir die Mitarbeiter des Tierheims, dass sich die meisten Küken bereits erholen. Sie werden in gute Hände gegeben – dorthin, wo man sich um sie kümmern wird.
Was mit der Person geschah, die diese wehrlosen Tiere im Wald ausgesetzt hat, weiß ich nicht. Aber dieser Vorfall erinnerte mich daran: Selbst etwas, das zunächst unbedeutend erscheint, kann ein gerettetes Leben sein.
Manchmal wird ein einfacher Spaziergang zu einer wahren Prüfung der Menschlichkeit.







